Hier finden Sie alle wichtigen Informationen über unsere Schule…

Zahlen, Daten & Fakten

Schuljahr 2017/2018

  • 505 Schüler

  • 175 Grundschüler in 9 Klassen

  • 330 Schüler in Klasse 5 bis 10 in 16 Klassen

  • 61 Schüler in der offenen GTS-GS

  • 51 Lehrkräfte, darunter 6 Gymnasial- und 5 Realschullehrkräfte

  • 2 Pädagogische Assistentinnen

  • 2 Referendarinnen

  • 1 Sozialarbeiterin

Unterrichtszeiten

Damit der Schultag für unsere Schülerinnen und Schüler besser rhythmisiert ist, haben wir zum Schuljahr 2015/2016 die Unterrichtszeiten an der Martin-von-Adelsheim-Schule geändert.

Am Vormittag gibt es nun zwei große Pausen mit Bewegungsmöglichkeiten.

Der Backwarenverkauf ist um 9.45 Uhr. Zusätzlich findet in beiden Pausen der Milchverkauf statt.

Die ersten vier Stunden am Vormittag sind jeweils Doppelstunden.

Der Unterricht endet Montag bis Donnerstag um 16.00 Uhr und am Freitag um 12.40 Uhr bzw. um 13.25 Uhr.

Unterrichtszeiten

  Beginn Ende  
 1. und 2. Stunde  08.15 Uhr  09.45 Uhr  
 Große Pause  09.45 Uhr  10.05 Uhr  Backwaren und Milchverkauf
 3. und 4. Stunde  10.05 Uhr  11.35 Uhr  
 Große Pause  11.35 Uhr  11.55 Uhr  Milchverkauf
 5. Stunde  11.50 Uhr  12.40 Uhr  

Gemeinschaftsschule: Mittagspause 12.40 - 13.40 Uhr
  
 
6. Stunde 12.40 Uhr 13.25 Uhr  
7. Stunde 13.40 Uhr 14.25 Uhr  
8. und 9. Stunde 14.30 Uhr 16.00 Uhr  

Kollegium

  •   51 Lehrkräfte, darunter 6 Gymnasial- und 5 Realschullehrkräfte

  •   2 Referendarinnen

  •   2 Pädagogische Assistentinnen

Schulsozialarbeit

„Schulsozialarbeit ist ein Angebot der Jugendhilfe, bei dem sozialpädagogische Fachkräfte kontinuierlich am Ort Schule tätig sind und mit Lehrkräften auf einer verbindlich vereinbarten und gleichberechtigten Basis zusammenarbeiten, um junge Menschen in ihrer individuellen, sozialen, schulischen und beruflichen Entwicklung zu fördern, dazu beizutragen, Bildungsbenachteiligungen zu vermeiden und abzubauen, Erziehungsberechtigte und LehrerInnen bei der Erziehung und dem erzieherischen Kinder- und Jugendschutz zu beraten und zu unterstützen sowie zu einer schüler-freundlichen Umwelt beizutragen.“ (Speck, 2011)
Daraus ergeben sich für die Schulsozialarbeit an der Martin-von-Adelsheim Schule folgende Schwerpunkte:
1. Einzelfallhilfe und Beratung bei individuellen Problemsituationen
• Schülersprechstunden
• Beratung von Eltern und anderen Sorgeberechtigten
• Kollegiale Beratung von Lehrern und außerschulischen Fachleuten
• Konfliktberatung und Krisenintervention
• Schutz bei Kindeswohlgefährdung
2. Soziale Gruppenarbeit, Projekte und Arbeit mit Schulklassen
• Training sozialer Kompetenz/Programme zur Unterstützung sozialen Lernens
• Präventive Angebote (Mobbingprävention, Gewaltprävention, Suchtprävention, Medien...)
• Gestaltung des Klassenklimas
• Demokratie erleben (z.B. Klassenrat)
3. Offene Angebote für alle Schüler/Schülerinnen
• AGs
• Freizeitangebote
• Ferienprogramme (in Zusammenarbeit mit Gemeinde und Vereinen)
4. Innerschulische Vernetzung
• Beratende Teilnahme an Sitzungen schulischer Gremien (Lehrerkonferenzen, Schulkonferenz, etc.)
• Teilnahme an Elternbeiratssitzungen• Mitgestaltung der Schul(haus)kultur
5. Außerschulische Vernetzung
  • Kooperation mit den Fachdiensten der Jugendhilfe (z.B. Erziehungsberatung, Jugendamt, etc.)
  • Kontakt zu den Vereinen vor Ort
  • Hausbesuche
Die Schulsozialarbeit an der Martin-von-Adelsheim-Schule greift auf die Methoden der Sozialen Arbeit zurück und wendet diese auf die Lebenswelt Schule an. Sie handelt eigenverantwortlich und kooperativ im System Schule und bietet ein verlässliches und beständiges Dienstleistungsangebot an. Die Prinzipien der Vertraulichkeit und Freiwilligkeit sind eine wichtige Grundlage für die Beratungsarbeit der Schulsozialarbeit.

Ziele:

Schulsozialarbeit hat das Ziel, Kinder und Jugendliche in ihrer allgemeinen Entwicklung zu begleiten, zu unterstützen und zu fördern, wobei sie ressourcenorientiert arbeitet. Darüber hinaus gibt sie Hilfestellungen beim Aufbau und der Stabilisierung von

  • Eigenverantwortung

  • Selbstständigkeit

  • sozialer Kompetenz

  • demokratischen Strukturen

die es ermöglichen, dass alle am Schulleben Beteiligten voneinander lernen.
(Vgl. Rahmenrichtlinien Schulsozialarbeit in Baden-Württemberg)

Sprechzeiten für Schüler:

Montag bis Mittwoch: 11.35 Uhr bis 11.50 Uhr/ Donnerstag: 12.35 Uhr bis 13.20 Uhr
Gespräche außerhalb der offenen Sprechzeiten sind nach Absprache möglich.

Sprechzeiten für Eltern:

Sprechzeiten für Eltern finden stets nach Absprache statt.
Bitte kontaktieren Sie mich per Telefon oder E-Mail.

Erreichbarkeit:

Stefanie Adrian , Dipl. Sozialpädagogin (FH); Büro (D7)
Tel.:: 06291/ 648516-21 Handy: 0152/ 08593974

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Beratungslehrer

beratungslehrerin sigrid albrechtUnsere Beratungslehrerin Frau Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! hat sich durch eine pädagogisch-psychologische Zusatzausbildung für diese Aufgabe qualifiziert.

Ihre Aufgaben sind…

  • in Konfliktsituationen zu helfen

  • über therapeutische Anlaufstellen zu informieren

  • Leistungs- oder Verhaltensschwierigkeiten zu klären

  • Lösungswege aufzuzeigen

  • Zusammenhänge erkennbar zu machen

  • Verhaltensänderungen zu begleiten

  • sinnvolle Lern- oder Arbeitstechniken zu vermitteln

  • Schullaufbahnberatung bei der Einschulung und beim Übergang in weiterführende Schulen

Von wem kann die Beratungslehrerin in Anspruch genommen werden?

  • Eltern

  • Schülern

  • Kollegen

Was ist unsere Beratungslehrerin nicht?

  • Psychologe

  • Therapeut

  • Nachhilfelehrer

  • Jemand, der von Eigenverantwortung befreit

Elternbeirat

1. Vorsitzende: Friederike Madinsky, Tel.: 06291 29 38
2. Vorsitzende: Ines Rauhe-Kolb , Tel.: 06291 647 250

Kassier: Birgit Dittrich
Schriftführerin: Daniela Wiltschko

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Förderverein

Historie

Am 7. November 1975 wurde der „Verein der Freunde und Förderer der Grund - und Hauptschule Adelsheim e.V.“ durch den damaligen Vorsitzenden des Elternbeirates Herrn Wilhelm Blum sowie zweiundzwanzig interessierten Elternvertretern und dem damaligen Rektor Herrn Helmut Martin gegründet.

Im Jahr 2010 wurde der Name des Vereins aufgrund der Namensänderung der Schule in „Verein der Freunde und Förderer der Martin-von-Adelsheim-Schule e.V.“ geändert.

Was fördern wir?

Wir fördern alles, was in direktem Zusammenhang mit der Schulbildung der Kinder steht.

Wir unterstützen die Schule dadurch, dass wir Lern- und Arbeitsmaterialien für die Schülerinnen und Schüler anschaffen, die das normale Schulbudget überschreiten.

So wird durch uns z.B. regelmäßig die Schülerbücherei um Neuerscheinungen ergänzt. Unsere letzten beiden größeren Anschaffungen im Schuljahr 2012/2013 waren ein Medienwagen und eine Mikrofonanlage mit Headsets.

Daneben soll die Verbindung zwischen Eltern und ehemaligen Schülern der Martin-von-Adelsheim-Schule gefördert werden.

Mit dem Förderverein besitzt die Schule eine großartige und bewundernswerte Einrichtung. Durch ehrenamtliches Engagement der Vereinsmitglieder wurde und wird in Zusammenarbeit mit der Schule und den Eltern viel wertvolle Arbeit geleistet. So konnten seit Bestehen des Vereins über hunderttausend Euro für Anschaffungen verschiedener Geräte und Ausstattungsgegenstände zur Verfügung gestellt werden.

Wodurch erhalten wir unsere Mittel?

  • vergleichsweise geringe Mitgliedsbeiträge (4 € pro Jahr)

  • zahlreiche Spenden

  • Bewirtung bei schulischen Veranstaltungen:

  • Ausbildungsinitiative, Einschulungsfeier, Schulfeste

  • Präsentationstag der Kurse und Abschlussveranstaltung der Hector-II-Kinderakademie

  • Theater und Musicalaufführungen

  • aktive Teilnahme an Veranstaltungen der Stadt Adelsheim:

  • Volksfest – mit einer Spielstraße für Groß und Klein

  • Nacht der 10000 Lichter,

  • Adelsheimer Weihnachtsmarkt

Der Förderverein lebt durch seine Mitglieder, seine Spender sowie durch die Mitarbeit der Eltern. Gestalten auch Sie die Zukunft der Kinder und der Martin-von-Adelsheim-Schule mit.

pdfWerden Sie Mitglied, wir freuen uns auf Sie.

Für Fragen und Anregungen stehen wir gern zur Verfügung.

Der Vorstand: Ralf Remmler, Silvia Späth, Alexandra Laible

Förderverein der Martin-von-Adelsheim-Schule e. V.
Obere Eckenbergstr. 1
74740 Adelsheim

Chronik der Schulgeschichte in Adelsheim

Die wenigen Urkunden aus der Zeit vor 1806, die uns über die Geschichte der Volksschule Adelsheim erhalten sind, befinden sich im freiherrlichen Archiv von Adelsheim. Leider wurde der größte Teil der Aktenbestände am 7. und 9. März 1848 durch die Adelsheimer Revolutionäre weggeschleppt und verbrannt.

Unter den wenigen, durch Zufall vor der Vernichtung geretteten Akten befinden sich nur 3 einschlägige, die Schule betreffende, urkundliche Belege:

1547

Georg Leber aus Ballenberg wird als Schultheiß, Stadtschreiber und Schullehrer (in einer Person) genannt.

1706

Am 22. Mai, bei der Anstellung des Präzeptors und Organisten Severinus Mertz, erlässt die Grundherrschaft, die Freiherren von Adelsheim, eine neue Schulinstruktion.

1768

Der Schuldienst in Adelsheim wird zum letzten Mal einem einzigen Lehrer, dem Präzeptor Kubach, übertragen.

1806

Nach Beendigung der Amtszeit Kubachs werden 2 Lehrerstellen geschaffen. In welchem Gebäude der Unterricht bis dahin abgehalten wurde, ist nicht mehr festzustellen.

1839

Ab nun war die Volksschule im Rathaus untergebracht. Damals hatte die Stadtgemeinde die Gastwirt­schaft und Posthalterei zum "Güldenen Hirschen" von dem Wirt Christian Schanzenbacher erworben und in dem stattlichen Gebäude Ratsräume, Schulsäle und Wohnungen für den Lehrer eingerichtet.

1860

Die wachsende Schülerzahl macht die Anstellung eines 3. Lehrers erforderlich.

1871

Einweihung des ersten Schulhauses, ein stattlicher moderner Bau, inmitten der Stadt gelegen. 86 Jahre diente dieses Gebäude - das alte Adelsheimer Schulhaus - der Erziehung und Bildung von Generationen junger Menschen. Nach seinem Abbruch im Jahr 1999 wurde an diesem Standort das heutige Rathaus errichtet.


Nach Kriegsende, bis weit in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts
hinein, gab es in den Städten und Gemein­den viele Probleme zu lösen. Zunächst mussten alle Bewohner wieder ein Dach über dem Kopf haben, und da drückte die Adelsheimer auch noch die Schulraumnot. Außerdem war es um die Stadtfinanzen nicht gut bestellt.

1958

Nach dreijähriger Bauzeit und mit einem Kostenaufwand von 640.000,-DM wird das neue Schul­gebäude am Eckenberg seiner Bestimmung übergeben. Die Presse schreibt: "Eines der schönsten Schulhäuser im Landkreis wird eingeweiht". Dieser Bau war notwendig geworden, als nach Kriegsende die Bevölkerung der Stadt Adelsheim durch den Zuzug der Heimatvertriebenen, Evakuierten und Ostflüchtlinge um 39% anstieg.

1968

Ein erster Erweiterungsbau - unser heutiger Südbau - wird erstellt.

Die Volksschulen in den kleineren Gemeinden konnten dem in der Landesverfassung garantierten Recht für jeden Schüler auf eine seiner Begabung entsprechende Bildung nicht mehr nachkommen. Die Umsetzung der Lehrpläne verlangte den Unterricht in Jahrgangsklassen. So wurde im Jahr 1966 die 8-jährige Volksschule in die 4-jährige Grundschule und in die 5-jährige Hauptschule umgewandelt. Die benachbarten kleinen Volksschulen wurden zu Grundschulen umgestaltet. Deshalb wurden Nachbarschaftshauptschulen gebildet. Die Hauptschüler aus Sennfeld, Leibenstadt, Korb und Unterkessach besuchten nun die Grund- und Hauptschule Adelsheim. Es waren damals 500 Schüler zu betreuen. Um die neuen Schülerströme unterzubringen und entsprechend zu unterrichten, waren weitere Klassen ­und Fachräume notwendig.

1996

Zweiter Erweiterungsbau, Umbau und Schaffung von Fachräumen, 2 Klassenzimmern, Lehrerzimmer

Nach der deutschen Wiedervereinigung und mit dem Zuzug Deutschstämmiger aus Osteuropa wurde Anfang der 1990er Jahre in Adelsheim ein Übergangswohnheim für Spätaussiedler errichtet. Hinzu kam ein allgemeiner Schülerzuwachs seit 1988. Die vielen schulpflichtigen Kinder der zahlreichen Aussiedlerfamilien brachten die Schule erneut in räumliche Bedrängnis und erforderten einen weiteren Um-, An- und Ausbau der Grund- und Haupt­schule, der 1996 bezogen wurde. Waren es 1990 noch 230 Schüler, so besuchten 1996 420 Schüler die Schule. Bis zu 75 Schüler wurden in Förderklassen unterrichtet. Täglich wurden neue Schüler ange­meldet. Die Fluktuation war hoch.

2004

Schulträger und Schulleitung stellen einen Antrag auf Mittel aus dem Förderprogramm des Bundes "Investitionen-Zukunft-Bildung und Betreuung (IZBB)" um die Schule im Bereich der Hauptschule zur Ganztagesschule umzubauen.

2005

Genehmigung des Förderantrages und Bewilligung der Fördermittel für das Adelsheimer Projekt, wobei landesweit viele Anträge wegen der knappen Finanzmittel abgelehnt werden müssen.

2005

Baubeginn in zwei Abschnitten Aufstockung des Nordbaus - Schaffung von Fachräumen und Betreuungsräumen für den Ganztagesbetrieb.

2007

Im April Beginn der Arbeiten zur Erstellung des Neubaus mit Lernräumen, Bücherei und Internetcafé.

2007

Eingriff in den Mittelbau/Südbau - Küche und Cafeteria entstehen.

2008

Frühjahr - Fertigstellung und Bau des Kleinspielfeldes.

2008

Juli - Einweihung der gesamten Baumaßnahme
Fertigstellung des Um- und Ausbaus zur Ganztagesschule für den Bereich der Hauptschule.
50-jähriges Schuljubiläum am Standort Eckenberg.
Namensgebung für die künftige "Martin-von-Adelsheim-Schule"
Aktuelle Schülerzahl: 340 (230 Grundschule, 110 Hauptschule)
Schulbetrieb in 14 Klassen mit 26 Lehrerinnen und Lehrern.
2013/2014 Wir sind seit dem Schuljahr 2013/2014 eine leistungsorientierte Gemeinschaftsschule, die Kinder mit unterschiedlichen Begabungen besuchen können. Als Abschlüsse bieten wir die Mittlere Reife, aber auch weiterhin einen Hauptschulabschluss an. Nach der 10. Klasse ist ein Wechsel auf das benachbarte Eckenberg-Gymnasium oder andere weiterführende Schulen möglich.

Namensgebung 

Bis 2008 führte die Grund- und Hauptschule der Stadt Adelsheim eigentlich keinen eigenen Namen, der über die Nennung der Schulart und des Schulortes hinausging. Die frühere Bezeichnung "Volksschule Adelsheim" wurde in den 1960er Jahren durch "Grund- und Hauptschule Adelsheim" ersetzt und entwickelte sich schließlich weiter zur "Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Adelsheim", abgekürzt "GHWRS".

Schon seit längerem gab es daher Überlegungen, der Schule zum 50. Jahrestag einen Namen zu geben, der sie aus der Masse der "namenlosen Schulen" heraushebt.

Der Name sollte einen Bezug zu Adelsheim, zum Standort der Schule, haben. Es sollte der Name einer Persön­lichkeit sein, die in userer Region "Geschichte geschrieben" hat. Was lag also näher, als sich mit der Geschich­te unserer Stadt und der damit untrennbar verbundenen Geschichte der Ritter von Adelsheim zu befassen.

Dabei fiel mehrmals der Name "Martin von Adelsheim". Doch wer war dieser Martin von Adelsheim, wann lebte er und welche Zeugnisse seines Wirkens sind heute noch in Adelsheim vorhanden?

Um die historische Bedeutung dieser Person besser beurteilen zu können, wurde der Historiker Dr. Kurt Ander­mann vom Generallandesarchiv in Karlsruhe, ein ausgewiesener Kenner unserer lokalen Geschichte, um eine zusätzliche Bewertung gebeten.

Als nun auch dieser Experte die Bedeutung von Martin von Adelsheim (+ 1497) für die Geschichte unserer Stadt bestätigte, war ein Namensgeber für unsere Schule gefunden.

Hier einige Zitate aus der Bewertung von Dr. Andermann:

"Martin von Adelsheim (+ 1497) war ein Sohn des Zeisolph von Adelsheim und seiner Gemahlin Reiza von Pfedel­bach; seinerseits war er vermählt mit Anna von Stetten (+ 1502). Von seinem Lebenslauf sind nur Bruchstücke bekannt; nicht einmal sein Geburtsjahr wissen wir. Gemeinsam mit seinen Brüdern und Vettern war Martin Ganerbe und mithin Teilhaber an der Herrschaft in Burg und Stadt Adelsheim. Wie sehr er sich diesem Stammsitz seiner Familie verbunden fühlte, kommt nicht zuletzt darin zum Ausdruck, dass er einen Neubau der (damaligen) Pfarrkirche St. Jakob veranlasste (1489), in ihr ein bemerkenswertes Sakramentshäuschen (1494) und einen Ölberg stiftete sowie - als Anbau - eine Grabkapelle für sich und seine Angehörigen.

Martin verpflichtete sich dem Erzbischof und Kurfürsten von Mainz, der ihm seine Ämter Wildenburg bzw. Amor­bach, Miltenberg und Krautheim anvertraute, das heißt ihn zu seinem obersten Amtmann im ganzen Erzstift süd­lich des Mains und östlich des Neckars machte. Die Wertschätzung und das Vertrauen, die Martin von Adelsheim von vielen Seiten entgegengebracht wurden, zeigen sich auch darin, dass er verschiedentlich als Vermittler und Schiedsrichter gebeten wurde. Darüber hinaus scheint er ein wohlhabender Mann gewesen zu sein. Seine Nach­kommenschaft im Mannesstamm erlosch 1563 mit seinem Urenkel Sebastian.

Als ein wesentliches Selbstzeugnis von Martin von Adelsheim ist sein Grabdenkmal in der von ihm gestifteten Grabkapelle bei der Adelsheimer Jakobskirche überliefert. Man darf annehmen, dass er dieses Epitaph selbst in Auftrag gegeben und folglich die besondere, von allen anderen Denkmälern der Kirche abweichende Gestaltung selbst ausdrücklich gewünscht hat. Während nämlich alle anderen figürlichen Denkmäler in der Jakobskirche die Verstorbenen nach damaliger Art in voller Rüstung und mit allen ritterlichen Standesattributen zeigen, hat Martin sich selbst gewissermaßen "in Zivil" darstellen lassen. Gekleidet in einen pelzverbrannten, weiten und falten­reichen Mantel, kniet er bloßen Haupts mit gefalteten Händen in aufrechter und stolzer Haltung an einem Betpult, den Blick fest nach vorn gerichtet. Natürlich fehlen auch bei ihm nicht die Wappen, die seine adlige Herkunft dokumentieren: Aber diese heraldische Ahnenprobe genügte ihm zum Nachweis seines Standes. Im übrigen kam es ihm, der die Kirche und wichtige liturgische Ausstattungsstücke in ihr gestiftet hatte, vor allem darauf an, im Bild über den Tod hinaus am Gottesdienst in "seiner" Kirche teilzunehmen und als frommer Mann der Errettung seiner Seele entgegenzusehen. In dieser erkennbaren Gottesfurcht und Sorge um sein Seelenheil ist er gewiss typisch für das ausgehende Mittelalter, für eine weit verbreitete Heilssehnsucht am Vorabend der Reformation. In seiner Kleidung und Haltung jedoch, die beinahe an einen Gelehrten erinnern, trägt er eine für seinen Stand und seine Zeit ganz und gar nicht alltägliche Werteorientierung und Prioritätensetzung zur Schau."

Martin von Adelsheim war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten, die im Mittelalter in Adelsheim und darüber hinaus das öffentliche Leben mitbestimmt und mit gestaltet haben. In Adelsheim selbst erinnert uns die von ihm gestiftete Jakobskirche aus dem Jahr 1489 an sein Wirken. Auch das von seinem Sohn Sebastian im Jahre 1504 erbaute Oberschloss ist noch heute ein Zeugnis aus dieser Zeit.

Nachdem die Schulkonferenz und auch der Gemeinderat diese Namenswahl bestätigt haben, trägt unsere Schule fortan den Namen

„Martin-von-Adelsheim-Schule".

So hat die Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Adelsheim zu ihrem Geburtstag und zum Abschluss der  Umbau- und Erweiterungsarbeiten auch noch einen eigenen Namen bekommen; wahrlich ein schönes Geschenk.

Diese Namensgebung soll die Gemeinsamkeit innerhalb der Schulfamilie fördern und zugleich ein Zeichen sein für die Verbundenheit der Schule zu unserer Stadt und ihrer Geschichte.